Zeit für einen Reality-Check: Wenn Freundschaft nicht mehr guttut

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Abstrakte Mixed-Media-Collage mit zwei weiblichen Silhouetten, die Rücken an Rücken stehen, getrennt durch eine zarte Papierfalte. Farbpalette in Rosé, Grau und Beige, mit Texturen aus Aquarell, Papier und sanften Schatten.

Hi Friend,

willkommen in der Virgo Season – auch bekannt als: Zeit zum Aufräumen. Innen wie außen – es ist Zeit, auszumisten. Denn Ballast blockiert: deinen Raum, deine Energie, dein Glück. Und manchmal heißt aufräumen auch, Beziehungen loszulassen, die nicht mehr für uns sind. Heute reden wir über ein Thema, das schmerzt, aber auch heilt: Freundschaften, die dir nicht mehr guttun.


Warum es so schwer ist, loszulassen

Manchmal ist da kein Drama, kein großer Knall. Nur dieses dumpfe Gefühl: Irgendwas passt nicht mehr. Vielleicht wurde der letzte Streit überpinselt mit einem „Alles gut“. Vielleicht verdrängst du deine Gefühle, nur um Harmonie zu wahren. Vielleicht sagst du dir: „Wegen so einer Kleinigkeit beende ich doch keine jahrzehntelange Freundschaft.“

Aber wer entscheidet, ob es eine Kleinigkeit ist?
Du. Deine Wahrheit zählt.

Ich kenn das. Und ich weiß, du auch.

Ich habe in den letzten Jahren viele Freundschaften auslaufen lassen. Ohne Knall. Ohne Drama. Und das war für mich revolutionär. Denn früher war ich der Harmonie-Junkie schlechthin. Warum? Weil ich Angst vor Drama hatte. Als Scheidungskind habe ich früh gelernt: Streit ist schlimm. Laut sein = Gefahr. Also habe ich geschluckt. Mich angepasst.

Nur: Die Konflikte verschwinden dadurch nicht. Sie wachsen. Und mit ihnen der Frust.


Triggern ist menschlich – aber keine Entschuldigung

Ich bin ein Empath. Ich kann mich in andere rein fühlen, ihre Verletzungen sehen. Ich weiß, dass viele Reaktionen aus alten Wunden kommen. Aber lange habe ich nicht gecheckt: Nur weil ich das verstehe, muss ich es nicht aushalten. Ich bin nicht der Punching Bag für ungelöste Themen anderer.

Als ich meine eigene Healing-Journey begann, habe ich gelernt, meine Trigger zu reflektieren, statt sie zu projizieren. Und plötzlich fielen mir Beziehungen auf, die immer noch im Projektionsmodus liefen. Ich verstand: Wenn ich meine Arbeit mache, darf ich erwarten, dass andere das auch tun – oder ich darf gehen.


Wie man eine Freundschaft verlässt, ohne Drama

Ich kommuniziere meine Gefühle. Kein Vorwurf, kein Drama. Nur: So fühle ich mich.

Manche verstehen das. Andere nicht. Und das ist okay. Aber wenn jemand deine Gefühle nicht ernst nimmt, nie Verantwortung übernimmt, immer du der Buhmann bist? Dann: Geh. Und das darf still geschehen. Nicht aus Rachsucht, sondern aus Selbstschutz.

Du musst niemanden blocken. Du musst nur deine Energie abziehen. Investiere sie neu. In Menschen, die zuhören. Die sehen. Die dich sehen.


Schlechtes Gewissen? Geh trotzdem.

Ich weiß, du liebst diesen Menschen. Du willst nicht aufgeben. Aber du darfst dich nicht selbst aufgeben. Frage dich: Würdest du so handeln wie dein Gegenüber? Nein? Dann habt ihr nicht die gleichen Werte. Und das ist kein Urteil, sondern Klarheit.


Toxische Muster als Spiegel – was du über dich selbst lernen darfst

Solche Beziehungen erscheinen nicht zufällig in unserem Leben. Sie zeigen uns, wo wir noch wachsen dürfen. Wo wir noch glauben, Liebe müsse man sich verdienen. Wo wir Harmonie höher stellen als unsere Wahrheit.

Wenn du immer wieder Menschen anziehst, die dich klein machen, nicht sehen oder übergehen – dann darfst du dich fragen: Wo sehe ich mich selbst nicht? Wo verrate ich mich, um zu gefallen?

Diese Situationen sind keine Strafe, sondern eine Einladung: Weniger People-Pleasing. Mehr Du.

Du darfst dich zeigen, mit allem, was du bist. Nicht angepasst. Nicht gefiltert. Sondern echt.


Handle fair, auch wenn du verletzt bist

In meiner „unhealed Version“ war ich auch die Freundin, die gecancelt wurde. Ohne ein Gespräch. Ohne Erklärung. Und das hat richtig weh getan.

Ich war mental am Limit, mein Verhalten war geprägt von Schmerz. Nicht aus Bosheit, sondern aus Überforderung. Und dann kam der Cut. Einfach so. Ohne Kontext. Das hat mich gelehrt: Ich werde das niemandem antun.

Wenn jemand fragt, was los ist, bekommt er eine Antwort. Vielleicht nicht sofort. Aber ehrlich. Denn so viel Respekt schulden wir uns.


Deine Gefühle sind valide. Immer.

Ob es ein Trigger ist, den du dir anschauen darfst, oder ein Beziehungsmuster, das dich auslaugt – deine Gefühle zeigen dir den Weg. Du hast ein Recht auf Liebe, auf Respekt, auf Gleichwertigkeit. In jeder Freundschaft.

Wenn jemand nur nimmt und nie gibt – wach auf. Wenn jemand Erwartungen an dich stellt, die er selbst nie erfüllt – lauf. Freundschaft ist keine Einbahnstraße. Und wenn sich alles staut, kommt irgendwann die Explosion. Und das wird meist unschön.


Weniger Konfrontation – mehr Klarheit

Ich mag keinen Streit. Ich hab auch keine Lust auf Drama. Aber was ich machen werde: Meine Energie zurücknehmen. Mich schützen. Mich ehren.

Du musst niemanden blockieren. Niemanden „canceln“. Aber du darfst loslassen.
Und wenn du gehst, dann mit Liebe – für die gemeinsame Zeit, aber auch für dich selbst.

Sag dir: Thanks for the ride, it was a blast – but this is my stop.

Danke, dass du hier bist. ❤️

xoxo,
Betty

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