Hi Friend,
Manchmal weißt du schon längst, dass du gehen musst – aber du bleibst trotzdem.
Aus Angst. Aus Vernunft. Aus Gewohnheit.
Ich war lange genau da.
Ich dachte: „Sicher ist sicher.“
Aber Spoiler: Das Sicherste war, endlich loszulassen.
Heute will ich mit dir über Mut sprechen. Über den Moment, in dem du springst – obwohl du noch keine Landung siehst.
Und warum genau dieser Moment dein Leben verändern kann.
Sicher ist nur, dass nichts sicher ist
Ich bin eigentlich ein rationaler Mensch. Wie viele von uns: auf Sicherheit gepolt.
Aber ich habe trotzdem immer das gemacht, was sich richtig angefühlt hat – auch wenn’s nicht logisch war.
Nach der Schule direkt studieren? Nope.
Ich wurde lieber Flugbegleiterin und hab die Welt gesehen.
Sichere Jobs gekündigt, ohne einen neuen zu haben? Yep.
Einfach weil: Ich will nicht freiwillig leiden. Schon gar nicht 40 Stunden die Woche.
Klar, das ist ein Privileg. Aber genau deshalb nutze ich es auch.
Ein Job ist keine Naturgewalt – den kann ich kündigen.
Und das Leben darf leicht sein. Auch wenn’s nicht immer so wirkt.
Die Angst lügt – dein Unterbewusstsein meint es (leider) nur gut
Natürlich hatte ich Sorgen. Natürlich schwirren Gedanken durch meinen Kopf, wenn ich riskiere, das vermeintlich Sichere loszulassen.
Früher war das noch viel krasser. Ich hab ständig Situationen gescannt: Ist das hier sicher für mich? Wer ist hier? Wie verhalte ich mich?
Ein Coping-Mechanismus. Ein Überbleibsel aus der Kindheit.
Heute weiß ich:
Ich bin kein ungeschütztes Kind mehr.
Ich bin jetzt die, die mich beschützt.
Aber mein Unterbewusstsein? Das hat einen ganz anderen Film laufen.
Es hängt an allem, was es kennt – auch wenn’s mir nicht guttut.
Denn: Bekannt = sicher.
Egal ob ein mieser Job oder eine ungesunde Beziehung – solange das Gehirn denkt „kenn ich“, bleibt es lieber da.
Der Preis fürs Bleiben ist höher als das Risiko zu gehen
Der Preis fürs Bleiben ist oft höher als das Risiko zu gehen.
Irgendwann macht dein Nervensystem dicht.
Und die Rechnung? Zahlt dein Körper: mit Erschöpfung, Burnout, Depression.
Wenn du wirklich etwas verändern willst, musst du das Risiko in Kauf nehmen.
Kennst du diesen Satz:
„Erwarte nicht zu viel, dann wirst du nicht enttäuscht.“
Ich sag dir:
Erwarte nicht, dass alles exakt so läuft, wie du’s planst –
aber erwarte, dass es gut wird.
Sehr gut sogar.
Denn auch wenn der Weg holprig ist –
die Erfahrung, das Wachstum, die Menschen, die du triffst:
all das lohnt sich.
Kündigung ohne Netz – why I did it anyway
Ich erinnere mich an meine erste Kündigung. Ich hab monatelang gegrübelt.
Dann hatte ich dieses Gespräch mit einer Freundin. Ich erzählte ihr von meiner Situation und was ich verdiente. Sie? War absolut entgeistert:
„Betty, erkenne deinen eigenen Wert. Wenn sie ihn nicht sehen, dann jemand anders. Aber du musst ihn zuerst sehen.“
Boom.
Vier Wochen später: Kündigung. Ohne neuen Job. Ohne Plan B. Nur mit Rückgrat.
Ich war zwei Monate arbeitssuchend. Und es war eine der besten Phasen meines Lebens.
Weil ich zum ersten Mal an erster Stelle stand.
Der Boost, den keiner sieht
Ich hatte Zeit. Für mich. Für meine Familie. Für Kreativität.
Ich habe Podcasts gehört, mich weitergebildet, die Bewerbungsphase genutzt, um mich selbst zu reflektieren.
Anfangs war ich noch nervös: 2–3 Bewerbungsgespräche pro Woche.
Mit der Zeit wurden meine Notizen kürzer – ich wurde lockerer. Echte Gespräche statt Vorstellungsgesprächs-Show.
Und irgendwann hab ich’s kapiert:
Ich bin ein verdammtes Asset. Punkt.
Ich habe Angebote abgelehnt, die nicht zu mir passten. Trotz Zeitdruck, denn ich habe keinerlei finanzielle Unterstützung erhalten.
Aber: Ich war ruhig. Ich war bei mir.
Und all die Katastrophen-Szenarien im Kopf?
Sind. Nie. Eingetreten.
Support ist kein Zufall – du darfst Hilfe annehmen
Ich habe gelernt, um Hilfe zu bitten. Mein Sicherheitsnetz zu nutzen.
Meine Ersparnisse, meine Community, mein Mut.
Und wenn du das alles gerade nicht hast? Dann wirst du kreativ.
Not macht erfinderisch – und Mut macht frei.
Aber dafür musst du aufhören, dich in der Opferrolle einzurichten.
Das Leben ist nicht immer fair, ja.
Aber das heißt nicht, dass du machtlos bist.
Veränderung braucht Platz – also: canceln, loslassen, Raum schaffen
Heute? Bin ich die Cancel-Queen.
Ich trenne mich von Menschen, Dingen, Jobs, die mir nicht guttun.
Weil mein System gecheckt hat:
„Wir haben’s gemacht – und wir leben noch.“
Mit jeder mutigen Entscheidung wirst du sicherer.
Mit jedem Neuanfang stärkst du dich selbst.
Und aus energetischer Sicht:
Du kannst nichts Neues empfangen, wenn der alte Ballast noch den Raum blockiert.
Also: Wirf es raus. Mach Platz. Und dann?
Dann kommt das Richtige. Ganz von allein.
Zum Schluss
Wenn du gerade in einer (Job‑)Situation steckst, die dir nicht mehr dient, dann erinnere dich:
Wer bist du – und was bist du wert?
Steh für dich ein.
Entscheide dich nicht für das Minimum.
Ich verspreche dir: Alles ist besser als Stillstand.
Übernimm Verantwortung.
Vertrau darauf, dass alles zu deinem Besten passiert – auch wenn du es noch nicht sehen kannst.
Teile deine Gedanken gern auf Instagram – ich freu mich, von dir zu hören.
Danke, dass du hier bist.
Danke, dass du dich erinnerst, dass du es wert bist.
Danke, dass du dich traust.
Und falls du noch zögerst:
Vielleicht ist genau das hier dein Zeichen. 🙂
xoxo,
Betty


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