Hey Friend,
willkommen zurück – aus der Sommerpause, aus dem Trubel, aus dem Alltag.
Ich weiß, es war still hier. Zwei Monate, einfach so zack, vorbei. Aber ich hab’s vermisst. Euch. Das Schreiben. Mein Ventil.
Also: Was habe ich so getrieben?
Touchdown in Ruanda – let the party begin!
Wer mir auf Instagram folgt, hat’s schon gesehen: Ich war in Kigali (Ruanda) – back to the motherland. Und jedes Mal, wenn ich in Afrika lande (egal wo), habe ich immer das selbe Gefühl:
Ankommen. Zuhause sein. Tief durchatmen.
Es war nicht mein erster Trip in das Land mit den 1000 Hügeln – aber definitiv mein intensivster. Meine Freundin hat geheiratet, und ich war Brautjungfer. Und mit „Hochzeit“ meine ich:
Drei Events. Drei Kleider. 1000 Emotionen. Null Schlaf.
Hochzeit in 3 Akten – keine Zeit für Beauty-Sleep
Direkt nach der Landung ging’s los: Fittings, Tanzproben, Probe-Make-up – das ganze Vorbereitungs-Karussell. Zwei Tage später standen wir schon in traditionellen Gewändern auf der Bühne.
Ich trug ein rosanes Mishanana (traditionelles ruandisches Tuchgewand – google it, it’s stunning!) und fühlte mich wie eine Mischung aus Bollywood-Diva und afrikanischer Königin. Als Kind hab ich oft mit meinen Geschwistern Bollywood-Filme geschaut und davon geträumt, in bunten Gewändern zu tanzen. Jetzt war’s Real Life.
Und ja, wir standen um 5:30 Uhr für Haare und Make-up auf.
Und ja, wir haben an einer Tankstelle Snacks gekauft wie Zombies auf einem Schulausflug.
Und ja, wir haben stundenlang auf die Braut gewartet.
Aber: It was all part of the experience.
Die Energie, als wir Pärchenweise in die Halle stolziert sind? Gänsehaut mit Soundtrack.
Kleidgate – die Nähstube als zweites Zuhause
Nach der traditionellen Hochzeit ging es direkt weiter mit den Vorbereitungen für die Weiße Hochzeit. Mein Kleid? Ein Drama in zehn Akten. Davon abgesehen, dass es ewig nicht fertig wurde, hat es auch nicht gepasst. Zuerst konnte ich drin schwimmen und 20 Minuten später nicht mehr atmen. Die Weddingplannerin meinte, ich soll an der Hochzeit einfach nicht so viel essen. Problem solved. 😀
Aber weißt du was? Ich hab mich fünf Minuten geärgert, Musik angemacht und dann einfach weitergemacht. Weil: Frust kostet Energie. Und Bad Vibes sind einfach zu teuer. Dafür bin ich nicht tausende von Kilometer geflogen.
Ruanda sagt: „Geh mit dem Flow.“
Vereinbarte Uhrzeiten und Deadlines sind eher Richtlinien. Der Verkehr lebt sein eigenes Leben. Und niemand regt sich auf. Klar ist das nicht immer easy – vor allem, wenn man wie ich aus einer Gesellschaft kommt, wo zehn Minuten zu spät gleich der Weltuntergang bedeutet. Aber es hat mir gezeigt: Flexibilität ist ein Muskel. Und wir haben ihn verkümmern lassen.
Zurück in Deutschland: Willkommen im Land der passiv-aggressiven Pünktlichkeit
Wieder zu Hause war der Kontrast brutal. Für alles gibt es einen strengen Zeitplan, alles ist durchgetaktet – und wehe, etwas klappt nicht. Dann ist direkt Drama angesagt. Wir sind so daran gewöhnt, dass alles nach Plan läuft, dass wir komplett eskalieren, wenn das WLAN mal hängt oder der Bus zu spät kommt.
Natürlich ist es besser, wenn alles wie geplant läuft – und keine Sorge, ich will dich nicht dazu bringen, ab sofort chronisch zu spät zu kommen. Aber wenn das nächste mal etwas schief läuft, dann frage dich:
Warum gebe ich äußeren Umständen so viel Macht über meine Stimmung?
Was ich über Kontrolle, Energie & Glück gelernt habe
Ich hab in Ruanda mit 4-5 Stunden Schlaf täglich funktioniert, hab mein Kleid gefühlt zehnmal ändern lassen, hatte keine Minute für mich – aber auf den Bildern siehst du keine einzige Falte. Im Gegenteil: Ich war selten so glücklich wie in dieser Zeit. Weil wir uns gegenseitig getragen haben. Ob enge Freundin oder Fremde – wir haben uns gegenseitig aufgeheitert, gestützt, ausgelacht, wenn’s nötig war, und durchgezogen. Und das zeigt mal wieder: Du musst genau hinschauen, mit wem du deine Energie teilst. Denn dein Umfeld macht einen riesigen Unterschied. Wir haben es uns lustig gemacht, weil wir wussten: Zeit ist begrenzt. Und Frust killt Vibes.
Der Flow beginnt im Kopf – nicht im Urlaubsmodus
Also beantworte mir folgendes: Warum tanzen wir im Urlaub im Regen – und motzen im Alltag bei jeder Kleinigkeit? Warum glauben wir, im Alltag sei Frust okay, aber im Urlaub nicht?
Auch der Montagmorgen ist Lebenszeit.
Lass uns den Flow üben. Lass uns die Kontrolle ein bisschen abgeben. Lass uns wieder diesen Muskel trainieren:
Flexibel sein. Verzeihen. Improvisieren. Lächeln.
Denn wer das kann, braucht keinen perfekten Plan. Nur gute Menschen, gute Musik – und vielleicht ein Kleid, das irgendwann doch passt. 😀
Danke, dass du hier bist. ❣️
xoxo,
Betty


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