Hi Friend,
ich komme gerade aus einer einwöchigen work-break. Urlaub war es nicht wirklich – ich bin weder geflogen noch groß verreist. Ein paar Tage bei meiner Schwester, ein bisschen Quality Time… Das war’s. Es war schön, keine Frage – aber definitiv zu kurz, um wirklich runterzukommen.
Und anders als sonst freute ich mich nicht mal auf zu Hause oder den Alltag. Ich meine… was wartete hier auf mich? April-Wetter, Büroalltag und – mal ehrlich – kein Highlight in Sicht. Klar, ich könnte mich auf das Frühlingsfest schleppen und mich mit überteuertem Bier in die Masse einreihen, aber let’s be honest: That’s just not my vibe.
Warum also keine Dates?
Überall höre ich diesen neuen Dating-Hype: „Geh mehr auf Dates, lern neue Leute kennen, triff dich mit mehreren gleichzeitig – just have fun!“
Und weißt du was? Die Idee ist gar nicht so dumm. Dating bedeutet ja eigentlich nur, Menschen kennenzulernen – ohne Erwartungsdruck. Du erkennst deine Dealbreaker, deine Standards, deine Trigger.
Ich hatte in Part 1 schon erzählt, dass ich wieder offen für die Dating-Welt bin – und das stimmt auch. Aber wie viele Dates hatte ich seither? Richtig. Zero.
Woran das liegt?
Vielleicht daran, dass es gar nicht so einfach ist, Menschen kennenzulernen, wenn man sein Leben nicht auf Tinder & Co. ausrichtet. Klar, ich gehe aus, aber nicht mehr wie früher. Und wenn ich dann mal unterwegs bin, begegnen mir meist:
- Männer, die mich „exotisch“ nennen (ew!).
- Typen, die halb so alt sind wie ich – oder sich zumindest so benehmen.
- Oder die übergriffige Sorte, bei der man direkt merkt: Es geht nicht ums Kennenlernen, sondern um was anderes.
DMs, Dates und der ick-Faktor
Vor Kurzem meldete sich jemand aus der Vergangenheit. Kein Ex, aber jemand, den ich mal auf einem Konzert kennengelernt habe. Netter Typ, höflich. Damals war ich vergeben und habe das auch kommuniziert. Jetzt bin ich Single – und guess what?
Er rutschte in meine DMs.
Da ich ihn positiv in Erinnerung hatte, schrieb ich zurück. Irgendwann kam der Vorschlag, sich mal auf ein Essen zu treffen. Und ich dachte: Okay, why not?
Aber hier kommt meine Dating-Regel Nr. 1:
Wenn jemand wirklich Interesse hat, wird er (oder sie) es möglich machen.
Und genau da hörte es auch schon auf. 😀
Nach einem kurzen Anruf, in dem er mich nochmal fragte, ob wir essen gehen wollen, antwortete ich mit meinem Klassiker:
„Sag Bescheid, wenn du was geplant hast.“
Ball? Auf seiner Seite.
Was dann kam?
Ein paar belanglose „Hey, wie geht’s“-Nachrichten. Kein konkreter Vorschlag, kein Follow-up.
It’s giving: Kein echtes Interesse.
Und dann kam das Reel…
Wochen später – ich hatte ihn längst vergessen – ploppt eine Nachricht auf:
Ein Reel. Aus „Friends with Benefits“.
Die Szene? Zwei Menschen, die ihre Regeln für eine lockere Affäre aufstellen.
Ich musste laut lachen. Mein Bauchgefühl hatte also recht. Dieses vermeintliche Date war nur ein Vorwand. Aber ehrlich gesagt war ich auch etwas angewidert.
Habe ich geantwortet? Natürlich nicht.
Ich hab’s zur Kenntnis genommen – und mein Leben weitergelebt.
Und genau DAS ist mein Punkt:
Viele sagen dir nicht offen, was sie wirklich wollen.
Denn würden sie sagen „Ich finde dich heiß, aber will nichts Ernstes“, wären sie bei 90% der Frauen sofort raus.
Aber wenn sie so tun, als ginge es um ein echtes Date, ein bisschen Connection – dann wecken sie etwas in uns:
Die Sehnsucht nach Nähe. Nach Verbindung.
Und genau das nutzen viele aus.
Zwischen den Zeilen lesen – und sich selbst schützen
No offense, aber wenn nach Wochen immer noch kein Plan steht, dann ist das der Plan.
Männer, die wirklich interessiert sind, verschwenden keine Zeit.
Denn: Die Konkurrenz schläft nicht. Und das wissen sie.
Warum hat es mich nicht getriggert?
Weil ich gelernt habe, Menschen so zu nehmen, wie sie sich zeigen.
Keine Wunschprojektionen. Keine „Was-wäre-wenn“-Fantasien.
Ich investiere nichts mehr, bevor ich nicht spüre:
Diese Person ist legit.
Und deshalb war ich in dem Fall auch null enttäuscht.
Ich habe den Ball immer wieder auf seiner Seite gelassen – keine Energie verschwendet.
I am good. Bye bye.
Was ich dir mitgeben will:
✨ Lies zwischen den Zeilen.
Nicht jeder „Hey, wie geht’s“-Text ist Interesse. Manchmal ist es einfach nur Langeweile.
✨ Halt deinen Standard.
Du musst dich nicht mit halben Sachen zufriedengeben. Wer wirklich will, zeigt das.
✨ Bewahre dir deine Energie.
Du musst niemandem etwas beweisen. Wer dich sehen will, kommt auf dich zu – ohne Spielchen.
Männer sind nicht das Zentrum deiner Welt. Du bist es!
Deine Bedürfnisse stehen an erster Stelle. Und wenn sich jemand halbherzig anfühlt oder nicht ganz klar positioniert? Dann ist das ein Zeichen – nicht gegen dich, sondern für dich. Denn genau da beginnt Freiheit: In der Akzeptanz, dass nicht jede Begegnung für dich bestimmt ist.
Und weißt du, was das mit sich bringt? Weniger Enttäuschung. Mehr Klarheit.
✨ Was war dein letztes „Date“-Erlebnis?
Erzähl es mir in den Kommentaren oder auf Instagram – ich freu’ mich auf deine Story.
Danke, dass du hier bist. 🩷
xoxo,
Betty
Legende:
- That’s just not my vibe = Das ist einfach nicht mein Ding.
- DMs = Direktnachrichten auf Social Media. Flirty – manchmal auch peinlich.
- Ick = Eine Mischung aus innerem Cringe und körperlicher Abneigung. Kurz: No, danke.
- It’s giving [XY] = Den Anschein machen. Es wirkt einfach…
- Legit = Echt. Authentisch. Kein Blender.


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