Hey Friend,
der Frühling ist da – und ganz ehrlich? Ich LIEBE es. Die Sonne blinzelt wieder um die Ecke, die ersten 20-Grad-Tage sind da (auch wenn es abends wieder 6 Grad sind 😅), und ich spüre, wie meine Energie zurückkommt.
Betty ist officially zurück aus dem Winterschlaf.
Und pünktlich zum Saisonstart gab’s direkt einen kleinen Reality-Check vom Universum. So nach dem Motto: Mal schauen, was du aus der Vergangenheit gelernt hast.
Das Universum im Testmodus
Freitagabend, ein kleines Event. Coole Vibes, eine gemischte Gruppe von Kolleginnen, Freundinnen und Anhang. Wir standen ewig draußen – keine Gänsehaut mehr, keine Eiszapfenhände. Ich dachte: Yes, das ist Frühling!
Bis dann ein Satz fiel, der mich direkt wieder aus dieser Leichtigkeit riss.
Ich war nicht mal Teil des ursprünglichen Gesprächs, aber mein Ohr wurde plötzlich ganz hellhörig:
„Für einen Schwarzen ist er ja schon sehr gut aussehend.“
Excuse me, what?
Kurz darauf meinte die gleiche Person in meine Richtung:
„Weißt du Betty, ich könnte mir nicht vorstellen, eine dunkelhäutige Frau zu daten. Aber du hast ein mega schönes Gesicht.“
Später dann noch von jemand anderem:
„Woher kommst du eigentlich? Du siehst so exotisch aus.“
Ich schwöre, für einen Moment habe ich mich wirklich gefragt, wo die versteckte Kamera ist. This must be a joke.
What happened next?
Ich war nicht wütend. Ich war auch nicht verletzt. Ich war einfach… müde. Müde von diesen scheinbaren „Komplimenten“, die keine sind. Müde davon, dass Menschen immer noch denken, sowas sei okay – oder gar charmant.
Früher hätte mich das aus der Bahn geworfen. Ich hätte diskutiert, aufgeklärt, argumentiert – mit der Hoffnung, etwas zu verändern.
Heute? Heute bin ich ruhiger. Aber nicht, weil ich abgestumpft bin – sondern weil ich es nicht mehr persönlich nehme.
Diese Menschen strahlen für mich rot wie eine wandelnde Red Flag. Sie sind kein Safe Space. Und weißt du was? Ich gehöre nicht in Räume, die sich eng anfühlen.
Und das Wichtigste:
Ich lächle solche Aussagen nicht mehr weg.
Ich erkläre mich auch nicht.
Denn niemand hat das Recht, mich auf meine Hautfarbe zu reduzieren – egal, wie gut es verpackt ist.
Warum das KEIN Kompliment ist – und was dahintersteckt
Falls du dir jetzt denkst: „Aber ist doch nett gemeint?“
Let’s break it down:
❌ „Für einen Schwarzen bist du hübsch“ – ist kein Kompliment. Es ist rassistisch. Weil es impliziert, dass Schwarze Menschen per se weniger attraktiv seien – außer du halt.
❌ „Du bist exotisch“ – klingt fancy, ist aber was anderes. Es ist ein Begriff aus der Kolonialzeit und bedeutet, dass alles “andere” exotisch ist. Also nicht normal.
❌ „Ich date keine dunkelhäutigen Frauen, aber du bist eine Ausnahme“ – ist keine Ehrlichkeit. Es ist diskriminierend. Und vor allem: übergriffig.
Diese Aussagen sind nicht nett gemeint – auch wenn sie so verpackt werden.
Sie spiegeln tief verankerte Vorurteile und Stereotype wider, die wir als Gesellschaft immer noch nicht abgelegt haben. Und vor allem sind diese Aussagen unnötig. Man(n) kann gerne seine Präferenzen haben, aber ich muss sie nicht wissen. Vor allem, wenn sie ein Gefühl von Minderwertigkeit vermitteln.
Wenn dein Trigger leiser wird, wächst deine innere Stärke
Am nächsten Morgen ließ ich den Abend nochmal Revue passieren – und ich war ehrlich überrascht von meiner Gelassenheit.
Aber auch stolz. Stolz auf meine Resilienz.
Denn ich habe erkannt: Ich bin nicht mehr so leicht zu erschüttern. Nicht, weil ich gleichgültig bin – sondern weil ich gelernt habe, meine Energie zu schützen.
Ich muss mich nicht mehr beweisen. Ich bin nicht hier, um jemanden zu überzeugen.
Es zeigt mir, dass ich die Power in mir habe – und niemand kann mich mit hirnlosen Aussagen aus der Bahn werfen.
Und du?
Vielleicht hast du solche Sätze auch schon gehört. Vielleicht hast du sie geschluckt, weggelächelt oder später darüber nachgedacht, was du hättest sagen können.
Lass dir eines sagen: Du bist nicht allein. Und du bist nicht falsch, wenn du solche Aussagen nicht kommentierst.
Aber du bist auch nicht machtlos.
Denn Haltung braucht nicht immer eine große Bühne.
✨ Manchmal ist ein Blick genug.
✨ Manchmal ist Schweigen lauter als jedes Wort.
✨ Und manchmal ist der größte Akt der Stärke, dich innerlich abzugrenzen und klar zu wissen: Das geht nicht klar – und ich gehe da nicht mit.
Du musst nicht diskutieren, um Position zu beziehen.
Aber du darfst aufhören zu lächeln, wenn dir nicht nach Lächeln ist.
Du darfst still aufstehen und den Raum verlassen, wenn er sich falsch anfühlt.
Du darfst für dich einstehen – auch ohne Rechtfertigung.
Denn jedes Mal, wenn du dir selbst treu bleibst, stärkst du deinen inneren Kompass.
Und du sendest – ganz subtil, aber kraftvoll – ein Signal in die Welt:
Hier ist eine Frau, die sich nicht definieren lässt. Die nicht schweigt, nur um dazuzugehören.
✨ Hast du auch solche Situationen erlebt? Wie gehst du damit um – laut oder leise?
Teile deine Gedanken mit mir in den Kommentaren oder auf Instagram. 💌
Denn jedes Gespräch bringt mehr Bewusstsein. Und das brauchen wir.
Danke, dass du hier bist. 🩷
xoxo,
Betty


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