Hey Friend,
manchmal wacht man auf, schaut an die Decke und denkt sich einfach: Nope. Nicht heute. Kein Bock. Auf gar nichts.
So hat mein heutiger Morgen begonnen.
Zu 80 % der Zeit wache ich mit einem guten Gefühl auf und freue mich auf den Tag. Warum auch nicht? Es wird wärmer draußen, die Bäume blühen (okay, mit Pollenallergie nur bedingt romantisch), und irgendwie ist alles wieder ein bisschen leichter.
Aber gerade ist es anders.
In den letzten Wochen stecke ich in so einer Phase, in der ich alles hinterfrage: mein Leben, meine Entscheidungen, meine Energie, meine To-do-Liste…
Kennst du das?
Kaum taucht dieses Gefühl auf, schaltet mein Kopf in den Analysemodus.
Ich will Antworten. Sofort.
Ich analysiere, kontrolliere und überdenke alles. Als müsste ich mein Leben dringend reparieren – so, als wäre es ein Fehler.
Aber ist es wirklich ein Fehler – oder einfach nur ein Zeichen?
Wenn Gefühle laut werden, spricht dein Unterbewusstsein
Früher hätte ich mich verkrochen, Serien geschaut und gehofft, dass sich das Gefühl einfach in Luft auflöst. Heute weiß ich: Wenn sich etwas in mir meldet, will es gehört werden.
Es hat lange gedauert, bis ich verstanden habe: Emotionen sind nicht statisch. Alles ist in Bewegung. Im Flow.
Also habe ich heute Morgen einfach mal hingehört. Augen zu. Atem an. Musik an – „Hometown Glory“ von Adele (frag mich nicht warum – meine Intuition hat übernommen).
Da saß ich nun, spürte diesen Knoten in der Magengrube. Unangenehm, drückend. Ich atmete weiter.
Der Song im Hintergrund wurde eins mit meinem Atem. Die Worte verschwanden, der Rhythmus blieb. Ich ließ los.
Vor meinem inneren Auge sah ich eine weite Wiese. Ich rannte. Wohin? Kein Plan. Plötzlich erschien eine Tür – ich lief hindurch und schloss sie hinter mir.
Und dann geschah es: Der Knoten in meinem Bauch löste sich. Tränen stiegen auf. Kein Drama, kein Schluchzen. Einfach still. Und gleichzeitig so befreiend.
Ich weiß nicht, warum ich geweint habe. Aber ich weiß, dass ich mich danach freier gefühlt habe.
Und dann kam dieses Video…
Ich hab dieses Video nicht einfach gefunden – es hat mich gefunden. So, als hätte das Universum gesagt: „Hier, hör mal hin – das ist für dich.“
Die Frau im Video sprach über eine Phase, die sich wie Stillstand anfühlt. Schwer. Zäh. Frustrierend.
Sie sagte: „You literally made it through the most uncomfortable, stagnant period of your life.“
Und ich saß da, hab genickt.
Die Energie der letzten Wochen war dicht, schwer, voller Fragezeichen. Man ist so nah dran an dem, was man sich wünscht, dass man es fast greifen kann – und genau dann fühlt sich alles plötzlich wie ein Rückschritt an.
„Alte Muster tauchen wieder auf. Du fragst dich: Soll ich gehen? Soll ich bleiben? Vergeben oder loslassen? Ziehen oder bleiben?“ – und während sie das sagte, dachte ich nur: Wie bitte liest diese Frau mein Tagebuch?
Doch das wirklich Berührende war ihre Botschaft:
Diese Phase ist ein Geschenk.
Nicht, weil sie angenehm ist – sondern weil sie zeigt, was wirklich in dir steckt: Glaube. Vertrauen. Tiefe.
Denn wenn du trotz aller Zweifel, Tränen und Gedankenspiralen immer noch hoffst – dann ist das keine Schwäche. Dann ist das pure Stärke.
Und genau das durfte ich erkennen.
Transformation fühlt sich selten an wie ein Wellness-Wochenende
Ich habe mal gelesen (vermutlich sogar bei ChatGPT lol), dass emotionale Frustration oft ein Hinweis ist: Du bist kurz vor einer Transformation – aber dein Ego hält noch am Alten fest. Es ist ein innerer Konflikt.
Und das ergibt so viel Sinn.
Meine Seele ist schon weiter. Sie will wachsen, loslassen, verändern.
Aber mein Kopf? Der hängt noch an Kontrolle, Sicherheit, Gewohnheit.
Die Wahrheit ist: Meine äußeren Umstände passen gerade nicht mehr zu meiner inneren Welt. Und genau da entsteht die Spannung, die ich spüre: Diese Unruhe, dieses Ziehen, diese Frustration.
Ich sehne mich nach Weite. Nach echter Energie. Nach mir.
Grounding – Wie du dich im Chaos verankern kannst
Wenn wir mitten im emotionalen Strudel stecken, trägt uns der Kopf manchmal an Orte, die alles noch schwerer machen. Deshalb ist Grounding so wichtig.
Grounding bedeutet: zurück ins Jetzt kommen. Zurück in den Körper. Zurück ins Vertrauen.
Hier ein paar Tools, die mir helfen, mich zu erden – vielleicht helfen sie auch dir:
✨ Spazieren gehen: Am besten ohne Handy und ohne Ziel. Einfach atmen und beobachten, was ist.
✨ Tanzen oder Sport machen: Bewegung löst blockierte Energie – manchmal reicht ein Song, der dich fühlen lässt: I’m back.
✨ Breathwork: Atme tief. 5 Sekunden ein, kurz halten, 5 Sekunden aus – wiederholen, bis du ruhiger wirst.
✨ Journaling: Schreib dir alles von der Seele. Ungefiltert. Ohne Anspruch auf „schön“. Hauptsache ehrlich.
Und jetzt zu dir:
Vielleicht fühlst du dich gerade auch ein bisschen lost. Vielleicht ist da auch bei dir dieses Ziehen, das du nicht benennen kannst.
Dann erinnere dich: Du bist nicht allein – und du musst nichts „wegmachen“, um richtig zu sein. Was auch immer dir hilft, wieder bei dir anzukommen: Tu es.
✨ Was machst du, wenn alles gerade ein bisschen zu viel ist?
Schreib’s mir in die Kommentare oder auf Instagram – ich freu mich auf den Austausch.
Danke, dass du hier bist. 💌
xoxo,
Betty


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