Raus aus der Komfortzone: Warum Netzwerke wie Black Female Business wichtig sind

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Jetzt mal ehrlich: Wer hat Auge gemacht*?? 🧿

Letzte Woche lief alles so gut. Keine Symptome mehr, die Erkältung endlich überstanden. Klar, ich war noch ein bisschen müde, aber das ist doch normal bei diesem Wetter, oder? Falsch gedacht. Samstagmorgen stehe ich auf – und bam! Die schlimmsten Brustschmerzen meines Lebens. Zwei Tage später, nach stundenlangem Selbstmitleid im Bett, schleppte ich mich am Montag zum Arzt. Diagnose? Verschleppte Erkältung plus Bronchitis deluxe.

An dieser Stelle ein freundlicher Reminder: Kuriert euch aus, bevor ihr wieder Vollgas gebt. Oder, wie meine Freundin so charmant meinte: „Wir sind mit unseren Ü30 auch nicht mehr die Jüngsten.“ She was not lying tho*.


Isolation und Ingwer-Overkill

Ich war ehrlich gesagt super genervt. Mein social life* leidet extrem unter diesem ständigen Kranksein. Immer nur zuhause, immer isoliert – kein Vibe. Außerdem kann ich Ingwer, Zitrone und Suppe mittlerweile echt nicht mehr sehen. Aber genug davon, heute geht es nicht um meinen Gesundheits-Updates, sondern um das, was ich gemacht habe, bevor ich wieder out of order* war.


Selbstfindung und Komfortzone verlassen

Wie du vielleicht schon in meinen anderen Beiträgen gelesen hast, bin ich gerade dabei, mich selbst besser kennenzulernen. Chill, ich bin nicht lost*, aber ich bin fest davon überzeugt, dass wir oft nicht unser wahres, authentisches Ich leben. Unsere Erziehung, Erfahrungen und die Gesellschaft formen uns in eine bestimmte Richtung – oft ohne, dass wir es merken.

Deshalb finde ich es wichtig, neue Dinge auszuprobieren und bewusst aus der Komfortzone auszubrechen. Das hilft uns, herauszufinden, was wirklich mit unserer Energie im Einklang ist. Du denkst vielleicht: „Ich weiß doch, was ich mag und was nicht.“ Sicher? Denn ich merke, dass ich mich in den letzten Jahren so verändert habe, dass viele meiner alten Vorlieben oder Einstellungen nicht mehr zu mir passen. Ich meine, stell dir vor, ich würde noch die gleichen Typen daten wie vor fünf Jahren – scary, oder?


Mein Abend mit Black Female Business

Letzten Freitag habe ich mich also auf ein Event gewagt, wo ich niemanden kannte. Ja, du hast richtig gehört: null, niemand, niente. Für jemanden wie mich, die sonst immer im Rudel unterwegs ist, war das echt ein Schritt.

Das Event war das erste Netzwerktreffen in Stuttgart von Black Female Business – ein Netzwerk für Schwarze berufstätige Frauen, Gründerinnen und Unternehmerinnen im deutschsprachigen Raum. Ich durfte die Plattform und die Gründerinnen im Rahmen einer Zusammenarbeit kennenlernen, aber ich war noch nie bei einem ihrer Events. Als ich von dem Meet Up in Stuttgart hörte, wusste ich: Ich muss dabei sein.

Warum? Weil es für Schwarze Frauen ist. Viele verstehen nicht, wie es ist, einer Minderheit anzugehören – und dann gleich zwei? Klar, ich liebe mein diverses Umfeld, aber manchmal möchte ich mich mit Menschen austauschen, die meine Erfahrungen teilen. Die wissen, wie es ist, als Schwarze Frau in der heutigen Welt zu leben und zu arbeiten.


Warum solche Netzwerke wichtig sind

Jeder sagt dir, dass du einen Mentor brauchst, vor allem im Business-Kontext. Aber was bringt mir ein Mentor, der eine komplett andere Ausgangssituation hat als ich? Genau das habe ich erlebt: Ich hatte vor zwei Jahren ein Business-Coaching gebucht, alle Maßnahmen umgesetzt – und trotzdem keine Ergebnisse erzielt. Warum? Weil die Tipps nicht auf meine Realität passten.

Dieses Event war für mich deshalb ein echter Erfolg. Wir waren etwa 14–15 Schwarze Frauen mit unterschiedlichsten beruflichen und kulturellen Backgrounds. Kreative Seelen wie ich, aber auch Frauen aus anderen Branchen. Der Austausch war so inspirierend – es fühlte sich an wie drei Stunden Urlaub. Vielleicht lag es auch am Restaurant (shout out* an das Injeera Restaurant Stuttgart), wo der Vibe einfach 100 % Afrika war. Loved it!

Wir haben gelacht, uns ausgetauscht und natürlich auch hervorragend gegessen. Es war ein Abend, der mir gezeigt hat, wie wichtig solche safe spaces* sind. Orte, an denen du du selbst sein kannst, ohne dich erklären zu müssen.


Die Beobachter-Rolle

Viele kennen mich als die selbstbewusste, extrovertierte Diva, die ich meistens auch bin. Aber wenn ich auf Neuland stoße, bin ich eher introvertiert und ruhig. Nicht unbedingt, weil ich schüchtern bin, sondern weil ich erst mal den Vibe* spüren muss.

Als es also mit der Vorstellungsrunde losging, war ich echt nervös. Trotzdem erzählte ich selbstbewusst von meiner Anstellung, meiner Selbstständigkeit und meinem Blog. Und weißt du was? Während ich sprach, fühlte ich mich richtig stolz. Im Alltags-Trubel vergessen wir viel zu oft, was wir eigentlich für coole Sachen machen. Wann hast du dir das letzte Mal Anerkennung für dich selbst gegeben?

Die Frauen im Raum hörten mir aufmerksam zu, und ich sah das „Wow“ in ihren Augen. Das bestärkte mich noch mehr in meinem Projekt. Was ich daraus mitnehme: Bewege dich in Räume, in denen die Menschen so ticken wie du. Räume, die dich inspirieren und motivieren.

Entferne dich aus spaces, in denen deine Träume und Ziele belächelt werden. Da draußen gibt es den perfekten safe space* für dich – du musst ihn nur finden. Und falls es ihn noch nicht gibt, dann erschaffe ihn selbst. So wie ich mit meinem Blog.
Just do it*!


Zum Abschluss

Denk daran: Du bist nicht alleine. Es gibt Menschen, die dich verstehen und unterstützen, aber dafür musst du dich trauen, dich in die richtigen Räume zu begeben. Räume, in denen du dich gesehen und gehört fühlst.

Ich hoffe, dass dich meine Erfahrung inspiriert hat, selbst mal etwas Neues zu probieren und über deinen Schatten zu springen. Wann war das letzte Mal, dass du bewusst aus deiner Komfortzone gegangen bist? Was hast du daraus mitgenommen? Erzähle mir davon in den Kommentaren oder schreibe mir auf Instagram – ich freue mich, von dir zu lesen!

Danke, dass du hier bist!

xoxo,
Betty


Legende 

  • Auge gemacht: Schlechte Energie geschickt, die Pech oder Probleme verursacht.
  • She was not lying: Sie hat nicht gelogen – humorvoll gemeint.
  • Social life: Sozialleben, der Kontakt zu Freunden, Familie und Co.
  • Out of order: Außer Gefecht, nicht funktionsfähig.
  • Lost: Sich verloren oder unsicher fühlen.
  • Shout out: Dank oder Lob, öffentlich ausgesprochen.
  • Vibe: Atmosphäre oder Stimmung eines Ortes, einer Person oder eines Moments.
  • Safe space: Geschützter Raum, in dem man sich frei und sicher fühlen kann.
  • Just do it: Mach es einfach, sei mutig.

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