Warum Mindset-Arbeit krank macht – und wie du trotzdem heilst

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Disclaimer: Es geht auch um die monatliche Blutung einer Frau. Hat das ein ungutes Gefühl in dir ausgelöst? Then grow tf up*.


Ich liege flach. Erkältung, Periodenkrämpfe, low energy*. Ganz ehrlich, warum manche Menschen das „Erdbeerwoche“ nennen, bleibt mir ein Rätsel. Nichts an diesen Krämpfen fühlt sich nach Erdbeeren an – eher nach Kakteen. Mein Mitgefühl geht raus an alle Mädels, die gerade dasselbe durchmachen.

Also, warum bin ich krank? Letzten Montag war ich, wie im letzten Post erwähnt, auf einer Bootsparty. Ja, das Boot war beheizt, und ja, ich dachte, ich sei warm genug angezogen. Wahrscheinlich lag es aber weniger an der Kälte und mehr an den über 100 Menschen in einem geschlossenen Raum, die ihre Bazillen großzügig verteilt haben. Aber weißt du was? Es ist eigentlich egal, warum ich diese Erkältung bekommen habe. Viel wichtiger ist die Erkenntnis, dass das Universum offenbar fand, ich müsste mal einen Gang runterschalten.

Ich glaube schon lange nicht mehr an Zufälle. Irgendwo in dieser Situation liegt ein Vorteil für mich. Das Universum und ich, wir sind ein Team – warum sollte also etwas gegen mich passieren?

Trotzdem bin ich ehrlich: Krank sein ist nervig. Ich fühle mich wie die Rotznase aus Rugrats und bemerke, wie mein Gehirn alles überanalysiert. „Warum bin ich in vier Monaten schon viermal krank?“ „Stimmt etwas nicht mit mir?“ „Ist das ein Zeichen?“ Na, wer kennt’s?


Wachstum tut weh – und das ist okay

Aber dann kam die Erkenntnis: Es gibt keinen Grund zur Panik. Heute Morgen stieß ich auf ein Video, das mich zum Nachdenken brachte. Der Creator* sprach darüber, dass Transformation und Wachstum oft schmerzhaft sind. Um unser neues Ich zu werden, müssen wir unser altes Ich loslassen – wie eine Raupe, die sich zum Schmetterling wandelt.

Ich habe mir Veränderung immer als etwas Schönes, fast Magisches vorgestellt. Ich dachte, ich würde plötzlich eine Erleuchtung haben, ausgeglichen und glücklich sein. Aber so läuft es nicht. Wachstum ist messy*, anstrengend und manchmal sogar unangenehm.

Mindset-Arbeit bedeutet, dass du dich mit dir selbst auseinandersetzt. Du verstehst, warum du bist, wie du bist. Du löst alte Muster auf, lässt toxische Menschen los und lernst, dich selbst zu respektieren. Das klingt toll – und das ist es auch. Aber dabei wird dein Körper nicht vergessen.

Ich habe in den letzten Monaten richtig tief gegraben. Gefühle und Erfahrungen, die ich jahrelang weggeschoben hatte, kamen hoch. Unterbewusst waren sie immer da und haben mein Leben mehr beeinflusst, als ich dachte. Diese Muster zu erkennen und zu brechen, ist wie eine mentale Detox*-Kur. Aber Detox betrifft nicht nur deinen Geist. Dein Körper – der Spiegel deiner Seele – macht mit.

Wenn du alten Ballast loslässt, dann nicht nur auf der mentalen Ebene. Dein Körper sagt: „Ach, das gehört hier nicht mehr hin? Cool, dann raus damit.“ Und genau das fühle ich gerade.


Krankheit als Zeichen der Heilung

Meine Erkältung, meine Periode, meine low energy – das alles ist mein Körper, der sich reinigt. Der ganze alte Kram, den ich in den letzten Monaten aus meinem Unterbewusstsein gekramt habe, wird jetzt physisch ausgeschieden. Es ist, als ob mein Körper die Müllabfuhr gerufen hat, um aufzuräumen.

Natürlich ist es nervig, flachzuliegen. Aber ich habe verstanden, dass diese Ruhephasen wichtig sind. Sie sind der Beweis, dass ich mich bewege – emotional, mental und körperlich.


Was ich aus dieser Situation mitnehme:

  • Ruhe ist produktiv: Es ist okay, sich zurückzulehnen und dem Körper Zeit zu geben.
  • Transformation braucht Zeit: Veränderung passiert nicht von heute auf morgen.
  • Loslassen ist heilsam: Dein Körper und dein Geist arbeiten zusammen, um Platz für Neues zu schaffen.
  • Bleib freundlich zu dir selbst: Mein innerer Kritiker hat hier nichts verloren. Ich feier meinen Körper für seine Selbstheilungskräfte.

Während ich das schreibe, merke ich, wie meine Perspektive sich verändert. Vielleicht fühlt sich Wachstum manchmal an wie ein Kaktus. Aber weißt du was? Kakteen sind zäh. Und genauso bin ich.


Wie gehst du damit um?

Hast du ähnliche Erfahrungen gemacht, in denen dich Mindset-Arbeit körperlich ausgenockt hat? Schreib mir deine Gedanken gerne auf Instagram oder in die Kommentare – ich freue mich, von dir zu lesen!

Danke, dass du hier bist. ❤️

xoxo,
Betty


Legende

  • grow tf up – „Grow the f*** up“: Erwachsen werden, aufwachen.
  • low energy – Niedrige Energie, erschöpft sein.
  • Creator – Inhaltsersteller, z. B. auf Social Media.
  • messy – Chaotisch, unordentlich.
  • Detox – Entgiftung, Reinigung.

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